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Stephan Bruckmeier gründete 1988 das Wiener Theaterbureau,
ein Produktionsverein mit dem er als Regisseur und Produzent
Theaterprojekte an außergewöhnlichen Spielorten
in Wien herausbrachte, zum Beispiel „Woyzeck“
im Gasometer Wien Simmering, die österreichische
Erstaufführung von „Entertaining Mr. Sloane“
in der Szene-Disco P1, „Orgie“
im Stundenhotel Orient, oder „Das Satansspiel vom
Göttlichen Marquis“ in der Kinobühne Mödling.
Er suchte von Beginn an die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen
Musikern und Bildenden Künstlern und organisierte
Ausstellungen, Konzerte und Lesungen in Verbindung mit
Cross-Over-Projekten.
Mit der Schauspielerei Köln entwickelte er die Detana-Kunstfeste,
Veranstaltungen bei denen Theater, Konzerte experimenteller
Musik und Ausstellungen gleichzeitig und in besonderem
Rahmen stattfanden.
Er war immer an beidem, der experimentellen, Sparten übergreifenden
Bühnenkunst und dem klassischen Theater interessiert
und hatte mit dem Theater Rampe Stuttgart und dem Niederösterreichischen
Donaufestival, dessen Leitung er gemeinsam mit Eva Hosemann
1997 bzw. 2000 übernahm die Möglichkeit, alle
Strömungen der gegenwärtigen Bühnenkunst
als Regisseur, Ausstatter, Autor und Produzent zu verwirklichen.
Zu den besonderen Projekt-Highlights der letzten Jahre zählen:
das Debut von Sibylle Berg als erfolgreiche Bühnenautorin
durch die Dramatisierung ihres Romanerstlings „Ein
paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“
in der Inszenierung von Eva Hosemann,
das Autorenmagazin Drama / Heft, ein großformatiges
Magazin mit Interviews und Informationen zur Deutschsprachigen
Autorenszene. Layout: Anita Kern, Rumpelhuber+Kern
die Realisierung der multimedialen Opernversion des Projekts
„Wölfli – A Journey into Chaos“
in der Inszenierung von Petra Weimer,
die Erfindung des CD-Projekts „Nestroy `n´
Wipeout“ zum 200 Geburtsjahr Johann Nestroys mit
dem Performer Dietmar Bruckmayr und der Gruppe Wipeout,
die Koproduktion mit der Theatergruppe WUT für das
Österreichisch-Amerikanische Theaterprojekt „Fremde
Nähe“,
die Deutsche Erstaufführung von „Pop“
des bereits verstorbenen jungen Autors Georg Timber-Trattnig
in der Stuttgarter Szene-Disco ZAP,
die Koch-Theater-Performance „die rampe kocht“
mit unterschiedlichen Veranstaltungen zum Thema Essen
und Kochen, Essen als Skulptur, Esstheater, Konservenkunst,
inszenierte Küche
die Musik-Theaterinstallation „Silence“ von
John Cage am Tullner Bahnhof,
die österreichische Erstpräsentation des Liedermachers
Peter Licht im Rahmen einer Musik-Tanz-Installation gemeinsam
mit S.E.Struck
die Realisation der ersten mosambikanischen Shakespeare-Produktion
„Romeo und Julia“ in der Inszenierung von
Renate Jett und der Afrika-Zyklus beim Donaufestival zum
10. Jahrestag des Endes der Apartheid in Südafrika,
das Interview-Musical-Projekt „Create
your Life“ mit Paul Brown, Maja Das Gupta und
Nina Schneider nach einer Idee von Bernhard Glocksin
die Produktion der internationalen Theaterprojekte
„Die eingebildete Operette von Valére Novarina
(Deutschland, Frankreich) in der Inszenierung von Leopold
von Verschuer,
HesseIndia von Rafael
Reina und Bernhard Glocksin (Deutschland, Niederlande)
in der Inszenierung von Petra Weimer und
„Outside Inn“
von Andreas Jungwirth (Deutschland, Amerika) in der Inszenierung
von Melanie Dreyer,
in denen Stephan Bruckmeier auch als Schauspieler tätig
war
die Inszenierungen der Sparten übergreifenden Theaterprojekte
„Fritz v.“ nach Herzmanovsky-Orlando im Schloss
Auel bei Köln
„Sudelküche Seelenruh“, ein Theatertext
von Ronald Pohl in der Ausstattung der Bildenden Künstlerin
Gudrun Kampl beim Steirischen Herbst
„Schillers Räuber“
von Mia Couto im Teatro Mosambik und Europapremiere bei
den internationalen Schillertagen in Mannheim und anschließender
Tournee
„Vorhang auf“, ein Autobustheater zwischen
Wien und Bratislava anlässlich des Beitritts der
Slowakei zur Europäischen Union
„Das Martyrium des
heiligen Martin“ von Sir Peter Maxwell Davis
in der Barockkirche Ossiach
„Feuergesicht“
mit jugendlichen Bühnenamateuren und professionellen
Schauspielern
„Die Zauberflöte“ mit 150 Schülerinnen
und Schülern unter der musikalischen Leitung von
Ingo Ernst Reihl
Der Chanson-Abend „Guylás“
(Trio) mit Texten von Stephan Bruckmeier und der Musik
von Gilbert Handler, Martina Cizek und Mini Schulz
Die Uraufführung „Telefongespräche
mit Ernst Jandl“ von Klaus Siblewski, sein Lektor
und Herausgeber seit 1980, und der Musik von Jo Ambros
„6 and the City“
ein Autorenprojekt mit Stuttgarter Autorinnen und Autoren
in der Konzeption von Petra Weimer. Mit dieser Inszenierung
eröffnete Stephan Bruckmeier das 140 Meter hoch gelegene
Theater auf dem Fernsehturm Stuttgart |
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Schauspiel
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Stephan Bruckmeier am Chanson-Abend „Guylás“
(Trio) |
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