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Stephan Bruckmeier arbeitete seit 1987
in mehr als hundert Theaterprojekten abwechselnd als Regisseur,
Schauspieler, Bühnenbildner und Autor.
Hauptrollen spielte er in Deutschland in den letzten Jahren
in der deutschsprachigen Erstaufführung der französischen
L'OPERETTE IMAGINAIRE von Valére Novarina, in CAFÉ
TASSL von Felicia Zeller mit Gastspielen in Österreich
und Polen, in EISERNE MIMOSEN von Anselm Glück, in
DIE LETZTE SHOW von Lutz Hübner als Kowalski II,
in der Deutsch-Niederländischen Koproduktion HESSEINDIA
von Rafael Reina und Bernhard Glocksin, in TELEFONGESPRÄCHE
MIT ERNST JANDL von Klaus Siblewski, im Musiktheater
für Kinder und Erwachsene DIE
RUNDEN UND DIE ECKIGEN von Bruckmeier und Kühne
und in der Musikperformance GULYÀS.
Reina, Glocksin, Weimer HESSEINDIA
Mit: Robert Atzlinger, Stephan Bruckmeier,
Thomas Groß, Iris Meinhardt, Vinota Thambipillai
Inszenierung: Petra Weimer
Ausstattung: Nora Scheidl
Musik: Rafael Reina
Video: Thomas Pfisterer, Licht: Ingo
Joos
Premiere: 25. 2. 2007, Theater Rampe
Stuttgart
Atzlinger
als Hesse mit randlosen Brillengläsern in Gandhi-Sackleinen
und Stephan Bruckmeier als linkisch bemühter Sinnsucher
geben dem mit Video-Einblendungen indischen Lokalkolorits
auf improvisierter Bühne (Nora Scheidl) inszenierten
Stück prägnante Hauptrollen.
Esslinger Zeitung, 28. 2. 2007
Dieser Hermann (Stephan Bruckmeier) ist zwar auch auf
Sinnsuche, aber von Goa und Ashrams will er nichts wissen.
Dafür ist ihm Hermann Hesse wichtig, den er dann
auch dort trifft, wo ihn keiner erwarten würde: im
Fond eines Toilettenhäuschens.
Stuttgarter Zeitung, 27. 2. 2007
Im Schnelldurchlauf will sich Hermann in Indien mit Hilfe
der Spiritualität aus einer Lebenskrise befreien
– so wie einst sein verehrtes Vorbild Hermann Hesse
es versuchte. Der erfreut sich auf dem Subkontinent post
mortem allerbester Gesundheit und beobachtet genüsslich,
wie ein Darmvirus den modernen Hermann in einem Billighotel
Bombays in Fieberträumen delirieren lässt. Aus
der fiktiven Begegnung der beiden entwickeln Regisseurin
Petra Weimer und der spanische Komponist Rafael Reina
mit Texten von Bernhard Glocksin fesselndes zeitgenössisches
Musiktheater über die schwierige Sinnsuche in unseren
Tagen.
Stuttgarter Nachrichten, 27. 2. 2007
Und natürlich Stephan Bruckmeier, der als Hermann
leidet, erlebt und durchdenkt. Ein Suchender ohne große
Melancholie, eine schlüssige Figur abseits der Klischees.
Ludwigsburger Kreiszeitung, 27. 2. 2007
„Stephan ist immer ein präsenter Impulsgeber,
wie zum Beispiel mit der Idee auf den Fernsehturm zu gehen.
Er ist aber auch immer ein Aufbrecher und Hinausdränger
– und ich glaube, diesem Impuls gibt er jetzt komplett
nach.“ (…) Stephan Bruckmeier geht woanders
hin, zunächst allerdings nur auf der Bühne –
nach Indian, um sich von Hermann Hesse die Leviten lesen
zu lassen.
Lift, Februar 2007
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