Vita

Klaus Siblewski
Telefongespräche mit Ernst Jandl

(Uraufführung)

Bühnenfassung und künstlerische Gesamtleitung
: Stephan Bruckmeier
Musik nach dem Donauwalzer von J. Strauß Sohn: Jo Ambros

Premiere Theater Rampe Stuttgart: 9. Juni. 07

Premiere Theater Drachengasse Wien: 22. Oktober 07
Weitere Vorstellungen: 23. – 27. Okt., 30. Okt. – 3. Nov., 6. – 10. und 13. – 17. Nov. 07

Klaus Siblewski hat ein spätes Porträt des Schriftstellers Ernst Jandl vorgelegt. Grundlage sind die Telefongespräche die der Verleger Siblewski mit dem Autor in den letzten beiden Jahren vor dessen Tod geführt hat. Das Telefon war das einzige Medium, mit dem Jandl noch Kontakt nach außen halten konnte. Gesprochen wurde über alles, und es zeigte sich immer deutlicher, unter welchen Bedingungen Jandl ein Leben lang arbeitete und weswegen ihm das Schreiben eine fortgesetzte Freude, aber ebenso eine Schwerarbeit war…

www.drachengasse.at

Presse:

„Ebenso intim wie diese Worte ist jetzt die Inszenierung von Stephan Bruckmeier. In der klaustrophobischen und schwülen Enge des Rampe-Fundbüros, verschanzt in einer Holzkonstruktion, die halb Sarg, halb Schreibtisch ist, rezitiert, verliest und rhythmisiert Bruckmeier Ausschnitte aus den Telefonprotokollen. Dazu spielt Jo Ambros Gitarre und Zither, zunächst aus dem Zuschauerraum, dann dem Schreibtischsarg näher rückend, so wie auch der Tod dem Dichter immer näher rückt. Im Laufe der sieben Kapitel dieser sehr stillen und zärtlichen Inszenierung weicht nach und nach die launige Schrulligkeit aus den Zeilen des Dichters.“
Stuttgarter Zeitung, 11. 6. 2007

„Einen wundervollen Theaterabend lang wird der Schauspieler – mit schnarrendem Wiener "R" und absurd gedehnten Vokalen experimentierend, Kopf und Hals immer wieder blitzschnell wie eine Echse aus dem Körper schnellend – weitere Episoden aus dem "lustigen Schriftstellerleben" preisgeben.“
Stuttgarter Nachrichten, 11. 6. 2007

„Stephan Bruckmeier hat das Buch für die Bühne bearbeitet. Seine Fassung in sieben Bildern hat er im Stuttgarter Theater Rampe nicht nur selbst inszeniert und ausgestattet, er spielt auch die Rolle Jandls. Es gelingt ihm, die Persönlichkeit des Dichters in all ihren Facetten zum Leuchten zu bringen - vielleicht dank seiner Begegnungen mit dem Lyriker, den er 1988 bei seiner Inszenierung von „Aus der Fremde“ in Wien und 1998 bei einem Interview traf. (…) Lebendiger, intimer und ungeschönter hätte der liebenswerte Grantler wohl kaum dargestellt werden können.
Esslinger Zeitung, 11. 6. 2007

„Stephan Bruckmeier agierte virtuos in Jandl’scher Manier, auf der Gitarre kongenial begleitet von Jo Ambros, der den Donauwalzer nach allen Regeln der Kunst sezierte.“
Niederösterreichische Nachrichten

„Bruckmeier lässt den uns allen so vertrauten Ernst Jandl noch einmal vor uns erstehen und zeigt ihn doch in einem neuen, einem ganz besondern Licht. Man lacht viel, und immer wieder bleibt einem das Lachen im hals stecken. Ein Abend der Erinnerung an einen Schwierigen, der doch – wie alle Schwierigen – nur verstanden und geliebt sein wollte.“
Wiener Zeitung

„Schön.“
Kurier

„Jandl schüttete sich in den Gesprächen, die sich meist monologisch gestalteten, das Herz aus. Der meist stumm bleibende Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung weiß ebenso wenig wie der Zuseher, ob er lachen oder weinen soll. Die Hauptsache schein zu sein: dem Tod mit heiterer Verzweiflung ins Auge blicken. Diese Übung gelingt der sympathischen Produktion Telefongespräche mit Ernst Jandl fast durchgehend. Eine schöne Jandl- (und Mayröcker-) Hommage ist sie sowieso.
Der Standard

 
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