Vita

Brown, Das Gupta, Schneider CREATE YOUR LIVE (UA)

Idee und Konzeption: Bernhard Glocksin
Musik: Paul Graham Brown
Libretti: Maja Das Gupta, Nina Schneider
Moderation und Regie: Stephan Bruckmeier
Mit: Martin Birnbaum, Andreas Goebel, Christiane Heinke, Verena Küllmer
Eine Produktion der Neuköllner Oper, Berlin

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„Träumen Sie davon, der Held oder die Heldin einer Oper zu sein? Ihr Leben auf einer Bühne zu sehen? Dann könnte Ihr Traum jetzt Realität werden. Denn der Komponist Paul Brown sucht mit der Neuköllner Oper Berliner, deren Leben sie zu einem Opern-Einakter vertonen. Titel der Uraufführung: „Create Your Life!“
BZ, 27. 2. 2006

„Wer hat Lust, sein Leben, seine persönlichen Irrungen und Wirrungen, als Musical auf der Bühne zu erleben? Die Neuköllner Oper hilft dabei. Sie wagt ein neues Experiment. Berliner erzählen aus ihrem Leben. Die Opern-Macher hören zu und finden die Musik, die darin steckt.“
Berliner Woche, 29. 3. 2006

„Ich gehe auf die Bühne, auf eine richtige Opernbühne! Natürlich nicht ich, auch nicht als Sänger, obwohl ich der Hauptdarsteller bin: Die Neuköllner Oper schreibt ein Musical über mich! Und über drei andere Leute aus Berlin (zum Beispiel auch über „Dagobert“).“
Berliner Zeitung, 31. 3. 2006

„Wer wollte nicht schon immer mal ein Anderer sein? Früher, als Kind, da war man noch Kaiser, Fee, Superman oder Popstar. Was haben davon Schulzeit und Berufsleben übrig gelassen. Für jene, die ihr Leben noch nicht zu Ende geträumt haben, eröffnet die Neuköllner Oper ein exklusives Labor.“
Kultur Berlin Brandenburg, April 2006

„Täglich führen Talkshows in perfider Plumpheit Menschen vor. Gerne wird dabei so getan, als erfahre man Außergewöhnliches über anderer Leute Leben. Jenen, die glauben, dass dies nicht der bemerkenswerte, sondern eher ein merkwürdiger Zustand unserer Gesellschaft ist, sei die Neuköllner Oper empfohlen. Dort stehen den Grobheiten des Nachmittagsprogramms die Nuancen tatsächlich interessanter Lebensläufe gegenüber. (...) Da ist „Dagobert“ alias Arno Funke, dessen Verbrechervita eine Räuberpistole von gestern ist. Eine Dame aus Rumänien folgt, die während der Wirtschaftswunderjahre in die Bundesrepublik zog, in Süddeutschland ein Szenelokal etablierte und nun am Prenzlauer Berg als Bildende Künstlerin lebt. Eine andere Wirtin, aus der Hasenheide, hat etwas im Handgepäck: Geschichten von der Straße, aufgelesen am 14 Quadratmeter großen Tresen. Schließlich ein Gast, der zwischen den Geschlechtern schwankt – als Mann geboren, wurde er abhängig von Libidotabletten, ihm wuchsen Brüste, er lebte fortan als Frau, saß zeitweilig in der Psychiatrie, schrieb dort Chansons, verguckte sich in eine Dame, die ihn – wie sie sagte – gern als Mann gehabt hätte. So wechselte er abermals die Seiten. Heute resümiert die Freundin: Als Frau hast Du mir besser gefallen.“
Berliner Zeitung, 6. 4. 2006

„Die liebste Aussage aller Opernregisseure ist, dass ihre Kunstgattung und ihre jeweilige Inszenierung so aktuell seien, wie gerade erst komponiert. Oft bleibt es nur eine Behauptung. Die Neuköllner Oper hingegen zeigt nun wirklich Musiktheater, wie es aktueller und realitätsnäher nicht sein kann.“
Welt am Sonntag, 9. 4. 2006

„Vor einer Woche ging es los, mit einer Fragestunde zum Leben des Ex-Erpressers und Sich-immer-neu-Erfinders Arno Funke, der als „Dagobert“ Anfang der neunziger die Polizei jahrelang an der Nase herumführte. Tatsächlich, da sitzt er. Mit Bürstenhaarschnitt, in Jackett und Jeans. Ein herzlich-verschmitzter Mann, der sich von Regisseur Stephan Bruckmeier über Kindheit und Jugend, die Jahre als Verbrecher, das Gefängnis oder seine Zukunft befragen lässt und sich auch nicht daran stört, dass rechts hinter ihm am Elektroklavier der Komponist Paul Graham Brown sitzt und mitunter leise in die Tasten schlägt; oder dass die Librettistin Maja Das Gupta emsig DIN-A-4-Zettel beschreibt und an die Bühnenrückwand hängt. „Ziel: Geld“ steht drauf, oder „Da ist man einfach“. (...) Bruckmeier will mitunter recht intime Dinge wissen, Funke gibt bereitwillig Auskunft. Auf berlintypische Weise benützt er gerne das Plusquamperfekt. „Es war natürlich ein Verbrechen gewesen,“ sagt er am Ende, „aber interessant war es doch.“
Der Tagesspiegel, 13./14. 4. 2006

„Create Your Life“ heißt die Personality-Reihe der Neuköllner oper, die ob der raschen Umsetzung einen Marathon-Einsatz von allen Beteiligten abverlangt, wie ein sichtlich gut gelaunter Stephan Bruckmeier nach 38 Stunden Probenarbeit erklärt. (...) In der ersten Folge „Vermessen“ dreht sich alles um Arno Funke, vielen besser bekannt als Kaufhauserpresser Dagobert. Vierstimmiger Gesang von Andreas Goebel, Martin Birnbaum, Christiane Heinke und Verena Küllmer hebt an und Bruchstücke der Theaterfigur Funke werden sichtbar. Lediglich unterbrochen vom abgeklärten englischen Komponisten Paul Graham Brown im Proben-Modus am Piano. Weil aber nicht zu viel verraten werden soll endet der unterhaltsame Teil rasch. (...) Das Musical dürfte den ersten Eindrücken zufolge sehenswert sein.“
Berliner Morgenpost, 12. 4. 2006

„Puccinis Opernheldinnen heißen Tosca oder Madame Butterfly. Bellinis starke Frau war Norma. Und Paul Graham Brown von der Neuköllner Oper schreibt einer Berlinerin die Musik auf den Leib: Barbara Palm, Kneipenwirtin, Buchautorin und Mopsbesitzerin.“
Berliner Woche, 26. 4. 2006

„In jedem Leben steckt eine Geschichte, heißt es an der Neuköllner Oper, die mit “Create your Life!” gerade vier Berliner Leben musikalisch porträtiert: den Kaufhauserpresser Arno Funke alias „Dagobert“, die Künstlerin Noa Jordan, die Wirtin Barbara Palm und den Pharmareferenten Nicolá Tölcke (…). Die Musik stammt von Paul Graham Braun, Stephan Bruckmeier setzt vier Darsteller in Szene. Das Ergebnis passt zum Thema: authentisch, lebendig, liebenswürdig. (...) Ein Abend der kleinen Leute mit großen Träumen.“
Der Tagesspiegel, 8. 5. 2006
 



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