Vita

Sauter & Studlar ALL ABOUT MARY LONG (UA)

Musik: Gilbert Handler
Mit: Claudia Androsch und Lucia Schlör als Mary Long, sowie Sibylle Kos, Wolfgang Müllner, Alfred Schedl, Steffen Höld, Vilmar Bieri, Peer Martini, Jonathan Bruckmeier, Jochen Stöckle, Ronald Rudoll u.v.a
Inszenierung und Bühne: Stephan Bruckmeier
Kostüme: Julia Cranz
Österreich-Premiere: 1. 5. 2003, Donaufestival Niederösterreich
Deutschland-Premiere: 14. 4. 2005, Staatstheater Stuttgart

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Stephan Bruckmeier zeigt in Korneuburg – viel zu kurz – eine tolle Uraufführung. … Vielleicht ereignen sich Marias gewalttätig-laszive Abenteuer auch nur im Kopf der unbefriedigten, ehrgeizigen Mutter. Denn am Anfang und am Ende des pausenlosen 120-Minuten-Spiels ist Maria nur ein vaterloses Mädchen, das sich aus Kino-Versatzstücken eine größere Welt basteln will. So stellt sich Claudia Androsch vor. Auch mit Pistole in der Hand, auch im Nylon-Brutalo-Kostüm und wenn sie mit Songs fest auf die Pauke haut, liquidiert sie nie den Kindercharm.“
Die Presse, 3. 5. 2003

„Im besten Fall funktioniert die am vergangenen Donnerstag beim Donaufestival uraufgeführte Agentengeschichte „All about Mary Long“ wie ein Computerspiel: abdrücken, umfallen, aufstehen, - weiter geht’s. Das Töten wird hier aber nicht als Mord verbucht, sondern eher als Punkteverlust im aufreibenden Spiel um die Weltherrschaft.“
Der Standart, 3. 5. 2003

„In dieser Krimi-Thriller-Agentenkomödie steht die Welt gleich mehrmals auf dem Kopf: Was sich auch in dem rotierenden Bühnenbild von Stephan bruckmeier zeigt, in dem es vor allem um eines geht: ums artistische Klettern! … Claudia Androsch ist in diesem komplexen Agenten-Epos die Titelheldin, die mit Prägnanz und Genauigkeit gegeben wird. Die bewusst platten Dialoge und Schablonen kann sie mit einer solchen Ernsthaftigkeit füllen, dass sie schon wieder einen Reiz jenseits des Nur-Spaßes entwickeln und Mary Long zu einer mehrschichtigen Persönlichkeit erwächst.“
Neue Kronenzeitung, 3. 5. 2003

„Es ist eine herrliche Trashkomödie, ein Comicstrip fürs Theater, dieses Stück, das von Maria Lang aus dem Emmental erzählt, die schon mit neun Jahren die „Nachwuchs-Miss-Switzerland war und sich dann mit einer Beretta den Weg freischoss bis in die höchsten Höhen der Unterwelt.“
Süddeutsche Zeitung, 15. 5. 2003

„Gelungen ist die Bühnenkonstruktion von Stephan Bruckmeier, der auch inszeniert hat: eine Showtreppe mit Tanzstangen, gesäumt von farbigen Glühbirnen, die an Las Vegas oder an einen Rummelplatz erinnern. Im hinteren Bühnenraum befindet sich ein großer und nach hinten offener drehbarer Kubus. Der dient aber nicht nur einer kurzfristigen Effekthascherei, sondern wird während des ganzen Stücks bespielt, fungiert mal als Schiff, mal als Affenkäfig oder auch mal als japanischer Kirschgarten, dreht sich hin und wieder vollständig um die eigene Achse oder schunkelt nur leicht hin und her. Die spektakuläre Bühne, die schrägen Kostüme (Julia Cranz) und die elektronischen Songs erzeugen starke Bilder und Töne.“
Stuttgarter Zeitung, 16. 4. 2005

„All about Mary Long“ beschwört in schneller, pointierter und rüder Sprache und mit musikalischen Einlagen von Gilbert Handler die Karriereleiter eines Kinderstars zur Herrscherin über die Arbeitslosen und den „Rest der Welt“.
Lift, 4. 2005
 



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