Vita

Der Regisseur Stephan Bruckmeier startete seine Regietätigkeit mit dem gefeierten Revival des Klassikers „Magic Afternoon“ von Wolfgang Bauer im Theater Gruppe 80 in Wien mit Julia Stemberger und Fritz Hammel in den Hauptrollen und erhielt dafür den Förderpreis zur Kainzmedaille.

Danach folgten Inszenierungen in der Wiener Freien Szene, bis ihn Emmy Werner 1992 ans Volkstheater holte. Dort gelangen ihm mit „Weh dem der lügt“, „Einen Jux will er sich machen“ und „Opus 111“ hintereinander drei überregional beachtete Erfolge.
Verleihung Förderpreis zur Kainzmedaille. Tambori, Bruckmeier, Karajan, Schir, K.E. Hermann, Tabori, Domröse, Degn (v.l.n.r.)

Mit der Inszenierung von „Einen Jux will er sich machen“ mit Ludwig Hirsch und Viktoria Schubert in den Hauptrollen schaffte er die erfolgreichste Inszenierung der Saison 92/93 in Österreich. Diesen Besuchertriumph von weit über 40.000 Zuschauern konnte er mit der Inszenierung von „Der Bauer als Millionär“ mit Erwin Steinhauer in der Titelrolle und Fritz Muliar als das Hohe Alter in der Saison 03/04 wiederholen.

Sein Debut als Opernregisseur feierte er mit der Uraufführung der Oper „Aus allen Blüten Bitternis“ von Christoph Cech und Alfredo Bauer an der Kammeroper Wien. Weitere Arbeiten für Musiktheater folgten, so unter anderem für den Carinthischen Sommer, den Klangbogen Wien, die Neue Oper Wien und die Neuköllner Oper Berlin.

1998 begann eine rege Uraufführungstätigkeit am Theater Rampe Stuttgart, dessen Intendanz er 1997 mit Eva Hosemann gemeinsam übernahm. Die Rampe wurde durch die beiden künstlerischen Leiter zum ersten Autorentheater Deutschlands und ist bis heute ein überregional anerkanntes Zentrum für zeitgenössische Theaterliteratur.

Zahlreiche Gastspiele und Koproduktionen führten den Theatermacher Bruckmeier an verschiedene Theater und Festivals in Österreich, Deutschland, Ungarn, Polen, Mosambik, Südafrika, Amerika und der Schweiz. Nach fünf Jahren künstlerischer Hauptverantwortung und fünf Jahren Projektleitung verlässt er das Theater Rampe im Sommer 2008 aus eigenem Wunsch und für neue künstlerische Herausforderungen. S

Zahlreiche Gastspiele und Koproduktionen führten den Theatermacher Bruckmeier an verschiedene Theater und Festivals in Österreich, Deutschland, Ungarn, Polen, Mosambik, Südafrika, Amerika und der Schweiz. Nach fünf Jahren künstlerischer Hauptverantwortung und fünf Jahren Projektleitung verlässt er das Theater Rampe im Sommer 2008 aus eigenem Wunsch und für neue künstlerische Herausforderungen.

Seit Sommer 2008 hat er die Dritte und Vierte Staffel von „6 and the City“ auf dem Stuttgarter Fernsehturm, die Oper „Prinz, Held und Füchsin“ von Akos Banlaky und Kristine Tornquist, das Musical „Maximilian“ der beiden Südafrikanischen Autoren John Jackson und Coenie de Villiers, eine lokale Version von „Romeo und Julia“ in den Slums von Nairobi, die Komödie mit Musik „Shilla“ von Martina Döcker und Biber Gullatz auf der Schillerhöhe Marbach und die Komödie „Paps in Motion“ von Ronald Rudoll zur Uraufführung gebracht.

2009 gründete er das Hope Theatre Nairobi mit Jugendlichen aus den Slums der ostafrikanischen Metropole zwischen UNO-Sitz und größtem Slum Afrikas. Der Aufbau einer professionellen Theatergruppe, mit mittlerweile drei großen Europatourneen, war ein zeitintensives aber in allen Bereichen lohnendes Unternehmen. Parallel dazu inszenierte er an den Schauspielbühnen Stuttgart und am Wiener Volkstheater. 

Als Regisseur hat er mit zahlreichen bedeuteten Schauspielerinnen und Schauspielern erfolgreich zusammen gearbeitet, wie zum Beispiel Eva Hosemann, Sopie von Kessel, Johanna Mertinz, Lucia Peraza Rios, Claudia Sabitzer, Hilde Sochor, Julia Stemberger, Oda Thormeyer; Rainer Frieb, Francis Fulton-Smith, Willi Lenik, Karl Markovics, Cornelius Obonja, Michael Rastl, Wolfgang Seidenberg …

Die folgende Presseschau gibt einen Überblick über das künstlerische Schaffen des Regisseurs.

 


Magic Afternoon
> Wolfgang Bauer

Aus der Fremde
> Ernst Jandl

Orgie
> Piere Paolo Pasolini

Bremer Freiheit
> R.W. Fassbinder

Wehe dem der lügt
> Franz Grillparzer

Einen Jux will er sich machen
> Johann Nestroy

Opus 111 (UA)
> Gert Jonke

Aus allen Blüten Bitternis (UA)
> Christoph Cech

Kurt (UA)
> Dominik Glaubitz

Feuergesicht
> Marius von Mayenburg

EIN.SAM.EN (Die)
> Felicia Zeller

All about Mary Long (UA)
> Sauter & Studlar

Der Bauer als Millionär
> Ferdinand Raimund

Martyrium
> Sir Peter Maxwell Davis

Schillers Räuber
> Mia Couto

Die letzte Show (UA)
> Lutz Hübner

Create Your Live (UA)
> Brown, Das Gupta, Schneider

6 and the City
> Dramolette über Stuttgart von sechs Autoren, Fernsehturm Stuttgart

Il Corsaro
> Guiseppe Verdi

Prinz, Held und Füchsin

> sireneOperntheater

Maximilian

> Connie De Villiers

Shilla

> Martina Döcker

Telefongespräche mit Ernst Jandl
> Klaus Siblewski

Papas in Motion
> Ronald Rudoll

MenschenKunst – KunstMensch
> Johann Kresnik